Schneller Kellerkuchen

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In einer schwülen Sommernacht vor dem heißen Ofen stehen und einen Kuchen backen?
Nicht mit mir! Denn kalt geht es auch :3

Bei der Hitze bin ich auf den Hund gekommen – Ich weiß, ihr fragt euch jetzt alle „Ist die Nachtbäckerin nicht eigentlich ein Katzentyp?“ Und da habt ihr nicht Unrecht, doch bei der Hitze mache ich schonmal eine Ausnahme und lege mir selbst einen zu. Aber nur einen aus Schokolade und Keks! 😉 Der Kalte Hund ist vielen Naschkatzen bekannt. Weniger geläufig sind seine anderen Namen: Schwarzer Peter, Kalte Schnauze, Schokoladensalami, Keksmauer, Wandsbeker Speck und sogar Lukullus, was sich angeblich vom römischen Feinschmecker Lucius Licinius Lucullus ableitet.

Sie alle eint jedoch eines: Ihr Stapelbau aus Butterkeks und einer Menge Schokolade. Dieser schnelle Kellerkuchen lässt sich super vorbereiten für die nächste WM-Party oder den Kaffeeplausch mit den Freundinnen. Er hält sich rund fünf Tage, falls noch etwas übrig ist… Ohne Backen, ohne Aufwand, wenig Zutaten, für Backmuffel geeignet und natürlich für Retroliebhaber. Denn der Kellerkuchen erhielt seinen Namen dadurch, dass er bis in die 1960er Jahre über Nacht zum Abkühlen in den Keller gestellt wurde – nicht jeder hatte einen so geräumigen Kühlschrank wie unsereins heute. Deshalb durfte die süße Versuchung auch nicht auf meinem Vintageparty-Buffet fehlen. Machen wir also wieder eine kleine Zeitreise mit unserer aktuellen Bloggerparade „Damals… war alles besser?!“ Ich bin vor allem gespannt, was die Herren mit dem Paradenthema anstellen.

Zutaten
Ein bis zwei Packungen Butterkekse
200 g Zartbitterschokolade
400 g Vollmilchschokolade
150 g Kokosfett
200 g Schlagsahne
2 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

Zunächst eine Kastenform (meine müsste 25 x 11 cm groß sein) mit Backpapier oder einer Folie auslegen (sie muss ja zur Abwechslung nicht hitzebeständig sein), dann lässt sich der Kuchen später besser herauslösen. Bis die Schokocreme fertig ist, kann die Kastenform noch etwas im Kühlschrank entspannen. Nun das Kokosfett bei schwacher Hitze im Wasserbad schmelzen und die beiden Schokosorten gemeinsam mit der Sahne hinzufügen. Wenn die durch Rühren entstandene Creme keine Schokostücke mehr aufweist, den Vanillezucker hinzufügen. Die Kuchenform wird mit einer Schicht Butterkeksen dicht an dicht ausgelegt und die Kekse, die nicht passen, zurecht geschnitten.

Bild Kalter Hund_Nachtbacken

Die Kekse werden mit einer Schokoladenschicht bedeckt, dann folgt wieder eine Lage Kekse und so weiter. (Den Rest der Kekse einfach naschen.) Solltet ihr den Eindruck haben, dass die Kekse absinken, dann den Kuchen einfach zwischendurch ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Schokolade etwas fester wird. Die fertiggeschichtete Keksmauer wandert nun abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank bis alles fest ist. Zum Servieren wird die kalte Pracht auf eine Kuchenplatte gestürzt und kann dann noch verziert werden, zum Beispiel mit weißer Schokolade, Sahnehäubchen oder Kokosraspeln – ganz nach Geschmack und Anlass.
Bild Retroschild leibnizOb das offizielle Rezept der Firma Bahlsen für ihren Markenkeks mit den Zähnchen in den 1920er Jahren wirklich das erste war, bleibt umstritten. Der „Kuchen ohne Backen“ war jedoch ohne Zweifel besonders in der deutschen Wirtschaftswunderzeit beliebt und ich finde, er hat das Zeug dazu, ein Comeback zu feiern, je heißer die Temperaturen werden!

 

Mit dabei sind diesmal:
04.06. – Elisa ** 05.06. – Annette ** 06.06. – Marco
07.06. – Tina ** 08.06. – Jörn

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h

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Selbstgemachte Schokoladen-Träume

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Honmei Choko ❤

Liebe Nachtschwärmer und Schokoholics, zu Valentinstag mache ich mit euch einen kleinen Ausflug in die japanische Küche. Denn dort entstehen kleine süße Naschkunstwerke, die ich euch im Rahmen der Bloggerparade „Valentin o Valentin“ vorstellen möchte. „Honmei Choko“ oder Weiterlesen

Feiner Veilchenessig

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Wenn die kleinen Veilchen blühen

Dunkelviolett und wohlduftend ziert das Veilchen (lat. viola odorata) als einer der ersten Frühlingsboten derzeit mit Vorliebe Waldränder und Wiesen in Zaunnähe und erfreut uns als lila Farbtupfer in der erblühenden Landschaft. Ursprünglich stammt  es aus dem Mittelmeergebiet, fühlt sich jedoch auch bei uns heimisch von März bis April. Da ist es nur logisch, dass dieses zarte Pflänzchen in unserer Blogparade zum Frühlingserwachen seinen Ehrenplatz erhält.

Dieses Mal liegt in der Kürze meines simplen Rezeptes die Würze, daher gehe ich im Vorspann etwas ausführlicher auf das Allroundtalent ein. Veilchenblüten sind nicht nur als leichtes Sedativum bekannt, das bei Beklemmungen und Schlaflosigkeit beruhigend wirkt. Insbesondere in Frankreich sollen die Blüten mit Alkohol erwärmt als Kompressen auf den Kopf gelegt bei Katersymptomen und Migräne helfen. Überhaupt findet man in den Regalen von französischen Supermärkten wie beispielsweise Super U feinen Veilchenlikör und –sirup, die Cocktails und Tee das gewisse blumige Etwas verleihen. Der violette Sirup ist übrigens ein gutes Hustenmittel für Kinder. Auch die Blätter und Wurzeln finden in der Medizin eine breite Anwendung. Das wohlriechende Veilchen kann außerdem für Süßspeisen, Saft, Konfekt, Tee und Marmelade verwendet werden – doch auch zur Essigzubereitung eignet sich sein würziges Aroma ganz hervorragend! Der rosafarbene Blütenessig verfeinert frische Salate und Soßen. Gegen Kopf- und Nervenbeschwerden hilft ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Veilchenessig und etwas Süße. Also ran an die Wiesen und den betörenden Frühlingsboten gepflückt, bevor er wieder von der Bildfläche verschwindet! Weiterlesen

In letzter Minute!

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Ei Ei Ei!

Die Farben sind gekauft und liegen seit Tagen auf dem Küchentisch, doch ihr habt es wie ich einfach nicht geschafft die Eier hart zu kochen? Oder fehlt es etwa an einer kreativen Idee? Kein Problem! Heute Nacht wird gefärbt! :3 Auch wenn uns soeben ganz dreist eine Stunde Zeit gemopst wurde – als echte Nachtbäcker bekommen wir das doch hin. Also an die Eier, fertig, los!

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Food Wanderpaket

Bild Wanderpaket
Auf Reisen…

Die Idee zum Food Wanderpaket hatte Tashi von Feenküchenzauber im Juli. Zu Beginn hat sie nach ihrem Gusto ein hübsches kleines Paket mit Produkten rund um Kochen, Backen und Küche zusammengestellt und es auf Reisen geschickt. Seitdem ist das Paket durch zahlreiche Hände von Foodbloggern aus ganz Deutschland gewandert und hat mit seinem Inhalt so manchen überrascht. Ziel ist es immer genauso viele Dinge wieder in das Paket zu legen, wie herausgenommen wurden. Dabei ist es jedem selbst überlassen, was er sich aussucht.

Was in diesem Überraschungspaket war, als ich es bekam? Seht selbst:

Bild Erdbeersahne2 Weiterlesen

Honig-Rosen Haarkur

Bild Honig Rosen Haarkur
Aus der Reihe getanzt!

Ihr möchtet nach der Maifeierei einen erholsamen Beauty-Tag einlegen und habt keine Haarkur im Haus? Oder seid ihr einer der vielen Pollenallergiker, die im Frühling von trockener Haut geplagt werden? Dann habe ich genau das richtige Rezept für euch! Es riecht lecker nach Honigmilchbad mit einem Hauch sommerlicher Rosen. Goldgelb und wohltuend legt es sich auf das Haar und beruhigt die Kopfhaut. Weiterlesen

Fruchtiges Quittengelee

Bild Quittengelee

Vergessene Liebesfrucht

Die Quitte – Frucht der Liebesgöttin Aphrodite: Schon in der griechischen Mythologie galt sie als Symbol für Fruchtbarkeit und Glück. Zitronengelb und aromatisch kommt die vitaminreiche Frucht im Herbst erst richtig zur Geltung, wenn man sie verarbeitet zu Quittenbrot, Likör oder Mus. Quittensaft direkt vom Bauern des Vertrauens eignet sich wunderbar zur Geleezubereitung. Fruchtig-süß erinnert das Gelee im Geschmack entfernt an Apfel und Birne. Weiterlesen