Selbstgemachte Schokoladen-Träume

Bild selbstgemachte Schokolade_Nachtbacken_Elisa Walker
Honmei Choko ❤

Liebe Nachtschwärmer und Schokoholics, zu Valentinstag mache ich mit euch einen kleinen Ausflug in die japanische Küche. Denn dort entstehen kleine süße Naschkunstwerke, die ich euch im Rahmen der Bloggerparade „Valentin o Valentin“ vorstellen möchte. „Honmei Choko“ oder „Schokolade für den Liebling“ gibt es in Japan seit Mitte der 1930er Jahre stets am 14. Februar. Am Valentinstag beschenken die Damen ihre Partner, Ehemänner oder sogar den heimlichen Schwarm mit selbstgemachter Schokolade, um ihre Zuneigung auszudrücken. In der Nachtbäckerei könnt ihr euch Inspiration und Ideen holen für eure eigenen liebevollen Aufmerksamkeiten.
Übrigens: Für Kollegen, Freunde und männliche Verwandte gibt es die meistens gekaufte „Giri Choko“, sozusagen eine „obligatorische Schokolade“ als Geste. Genau einen Monat nach Valentinstag beschenken die Herren ihre Herzdamen am „White Day“ im Gegenzug mit weißer Schokolade. Warum sich also nicht direkt im Februar gegenseitig mit Schokolade beschenken? Denn nicht nur verliebte Naschkatzen freuen sich über Geschenke von Herzen, auch der beste Freund oder die engste Seelenverwandte dürfen überrascht werden ;3

Mögliche Zutatenauswahl:
Weiße, dunkle und Vollmilch-Schokolade
Gewürze: Zimt, Vanille, Muskatnuss
Nüsse und Co.: karamellisierte Sonnenblumenkerne, Pistazien, Haselnusskrokant, Kokosraspeln, Sesam
Trockenfrüchte: Cranberry, Aprikose, Rosinen
Zuckerdekor: Perlen, Herzen, Glitzerzucker
Lebensmittelfarben für die weiße Schokolade
Lieblingssüßigkeiten: Kekse, Eiswaffeln, Minimarshmallows, Schokoriegel, Marzipan, Nougat

Einfach was das Herz begehrt!

Außerdem:
Töpfe und Schüsseln für das Wasserbad
Holzstäbchen
(Optional) Küchenthermometer
Zellophantütchen, Geschenkband und Anhänger

Zubereitung

Zunächst Kühlschrankfach-große Bleche mit Backpapier auslegen. Alternativ kann man auch die geliebte Schokotafel- oder Pralinenform heranziehen. Zum Schmelzen eignen sich sowohl Kuvertüre, als auch Schokoladentafeln und der übriggebliebene Weihnachtsmann. Vorab die Schokolade liebevoll in Stücke brechen und dann über einem Wasserbad bei mittlerer Hitze schmelzen bis sie flüssig und glänzend wird. Dabei solltet ihr gelegentlich umrühren, aber nicht zu schnell vorgehen, damit keine unpraktischen Blasen in der Masse entstehen.

Wenn ihr es lieber nach Vorschrift angehen möchtet, benötigt ihr das Thermometer. Die meisten Konditoren empfehlen die Schokolade je nach Sorte nicht über eine gewisse Temperatur zu erhitzen, da sie sonst unter Umständen ihren Glanz verliert und die Kakaobutter aufsteigt. Für weiße Schokolade werden 40 Grad empfohlen, für Vollmilch 42 und für Zartbitter 45. Sollte nicht die komplette Schokolade in den Schmelztopf passen, könnt ihr etwas mehr als die Hälfte schmelzen und die flüssige Masse auf die restlichen Stückchen geben und vermengen. Sie sollten sich durch die Hitze mit auflösen.

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Weil das Rezept nicht allein von Schokolade und Liebe lebt, könnt ihr währenddessen schon einmal eure Lieblingszutaten zurechtlegen und große Stücke kleinschneiden. Naschen ist hierbei ausdrücklich erlaubt! Für meine Zartbitterblechkreation habe ich einen Mars-Schokoriegel in kleine Würfel geschnitten und eine Eiswaffel zerbrochen. Die dunkle Schokolade wird dafür nicht zu dünn auf ein Blech gestrichen und anschließend mit den beiden Zutaten bestreut wie beim Pizzabelegen. Mit der weißen Schokolade auf einem zweiten Blech genauso verfahren. Hinzu habe ich einen liebreizenden Spritzer intensiver violetter Lebensmittelfarbe gegeben und sie mit dem Holzstäbchen eingerührt, sodass kleine pastellfarbene Wirbel auf der Schokofläche entstanden sind. Dazu haben sich Minimarshmallows, silberne Zuckerperlchen und kleine bunte Streueinhörner gesellt, die nun ein Herz und eine Seele sind. Nur noch ein wenig rosa Glitzerzucker und der Mädchentraum ist perfekt!

selbstgemachte Schokolade_Nachtbacken_Elisa Walker 2

Variieren nach Herzenslust ist natürlich immer möglich. In die Tafelform habe ich Vollmilchschokolade kreuz und quer in Streifen vom Löffel fließen lassen, einen Hauch Muskatnuss darauf gerieben und alles mit weißer Schokolade bedeckt. Anschließend habe ich die Fläche mit roten Zuckerherzen bestreut. Auch die Herzpralinenform, die schon jahrelang im Schrank schmachtet, kam endlich zum Einsatz. Sie bekam zum Teil eine halbe Zartbitterfüllung verpasst und als besonderen Clou zwei in Calvados eingelegte Rosinen in jede Mulde gesetzt. Darauf noch einmal ein kleines bisschen Schokolade und eine Prise Zimt, denn die harmonieren wie Romeo und Julia. Dann die restlichen Formen für alle Potterheads mit weißer Schokolade befüllen und je ein andersfarbiges Jelly Bean… pardon eine Bertie Botts Bohne einsetzen. Darauf einen Klecks Schokolade bis zum Rand geben und fertig ist der Nerdnaschspaß! Nach einigen Minuten Abkühlzeit bei Raumtemperatur wandern eure Liebesboten über Nacht in den Kühlschrank bis sie fest sind.

Am nächsten Tag heißt es rosarote Brille zurechtrücken und die Schönheiten mit etwas Herzklopfen aus dem Kühlschrank nehmen. Doch bei so viel Küchen-Liebesmüh und Kitsch im Rezepttext kann eure selbstgemachte Schokolade nur gelungen sein! Die Tafeln nun vorsichtig aus der Form auf ein Brettchen drücken beziehungsweise vom Blech nehmen und mit einem zuvor erhitzten scharfen Messer in Stücke schneiden oder brechen, je nach Vorliebe. Gestapelt zu kleinen Päckchen geschnürt und in durchsichtige Tüten verpackt sehen sie besonders hübsch aus. Dazu noch eine kleine Botschaft für euren Liebling und fertig ist eure „Honmei Choko“. Ihr wisst doch: Liebe geht durch den Magen ❤

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Gerne lege ich euch auch die anderen Bloggerbeiträge ans Herz, denn die versorgen euch mit liebevollen Ideen und Rezepten rund um den Valentinstag, so z.B. auch Tatjana mit ihren kreativen Herzchen-Cupcakes!

Mit dabei sind diesmal:

05.02. – Claudia ** 06.02. – Tatjana
07.02. – Jacky ** 08.02. – Tina J.
09.02. – Elisa ** 10.02. – Christina
11.02. – Sybille ** 12.02. – Annette

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h

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4 Kommentare zu “Selbstgemachte Schokoladen-Träume

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