Omas Heidesand-Plätzchen

Nachtbacken_Heidesand - Foto Elisa Walker 02
Fast vergessen

Diese feinen Plätzchenklassiker mit Marzipan sind ein MUSS in der weihnachtlichen Nachtbäckerei.  Das Rezept stammt aus den 70ern und schon meine Oma hat diese leckeren Taler vor den Feiertagen gebacken. In Norddeutschland werden die Teigrollen in Hagelzucker gewälzt und gerne zum Tee serviert. Wir bevorzugen normalen Feinzucker, denn dann funkelt der Teig beim Rollen und bekommt beim Backen einen knusprig-kandierten Rand. Durch das Marzipan ist das Buttergebäck ein wahrer Gaumenschmeichler und die Zitrone gibt ihm den gewissen Kick! Der Clou: Es werden keine Ausstechformen oder besondere Fingerfertigkeiten benötigt, denn der Teig wird gerollt, über Nacht gekühlt und in Scheibchen geschnitten. Los geht’s!

Teig
200 g Butter
80 g Puderzucker
50 g Marzipan (Rohmasse)
½ Tütchen Vanillezucker
Schalenabrieb von ½ unbehandelten Zitrone
250 g Mehl

Verzierung:
1 Eigelb
Zucker (zum Teig darin wälzen)

Zubereitung

Zunächst die Butter weich werden lassen und zusammen mit dem Puderzucker, dem Vanillezucker und dem Zitronenabrieb mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Dann das Marzipan in kleinen Stückchen dazu mischen. Zuletzt wird das Mehl darüber gesiebt und ebenfalls untergemischt. Den Teig am besten noch einmal mit den Händen geschmeidig kneten, um sicherzustellen, dass keine größeren Butter- oder Marzipanstückchen mehr übrig sind. Nun in zwei Rollen mit einem Durchmesser von 4 cm formen, in Alufolie oder Bienenwachstücher wickeln und über Nacht ruhen lassen.
Tipp: Wenn man doch keine Zeit haben sollte ihn am nächsten Tag weiterzuverarbeiten, eignet sich der Teig sorgfältig eingetütet auch zum Einfrieren. Wieder aufgetaut, sollte er dennoch gut durchgekühlt werden bevor man ihn weiterverarbeitet.

Nachtbacken_Heidesand - Foto Elisa Walker 04

Am nächsten Tag bzw. in der nächsten Nacht wird das Ei getrennt und das Eigelb in einer Schüssel verquirlt. Den Backofen auf 185° Umluft vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier vorbereiten. Nun einen flachen Teller mit Zucker bestreuen und die Teigrollen aus ihrem Schönheitsschlaf wecken. Denn sie werden nun rundherum mit Eigelb bestrichen und anschließend im Zucker gewälzt, bis sie bedeckt sind. Eine Rolle wandert dann zurück in den Kühlschrank, damit sie nicht weich wird. Die andere gut gekühlte wird mit einem scharfen, glatten Messer in ½ cm dicke Scheibchen geschnitten. Diese Taler sollten mit etwas Abstand auf dem Blech verteilt werden und benötigen 5-10 Minuten Backzeit auf mittlerer Schiene.

Nachtbacken_Heidesand - Foto Elisa Walker 01

Die Plätzchen sind fertig, wenn ihre Ränder eine goldbraune Farbe bekommen. Auch wenn sie sich in der Mitte noch weich anfühlen sollten, sind sie fertig. Falls die Taler zu dunkel geworden sind, am besten gleich vorsichtig vom Blech holen, damit sie nicht nachbacken. Wenn sie noch hell wie Sand sind, einfach auf dem Blech auskühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter setzen. Nach dem Abkühlen am besten in einer Keksdose aufbewahren.

Nachtbacken_Heidesand - Foto Elisa Walker 03

2 Kommentare zu “Omas Heidesand-Plätzchen

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