Fürchterlich fluffige Baiserknochen

Bild Baiserknochen
IT’S THAT TIME OF THE YEAR

FOR ALL TO FEEL
A FEELING OF DREAD
ON THE NIGHT OF THE DEAD

Schaurig schöne Gestalten schälen sich zur schrecklichsten aller Nächte aus der Gruft, um unter den schlotternden Lebenden zu wandeln. Schauder laufen über den Rücken, wenn Schatten an der Wand paranoide Phantasien beschwören. Herrlich häufen sich die Hoffnungslosen bei Helligkeit und wissen doch, dass sie verloren sind, wenn die Uhr zur Geisterstunde schlägt. Denn dann bricht die Zeit der Nachtbäckerin an… Zu Halloween hat sie extra für euch das Messer gewetzt und anlässlich der Bloggerparade von Netti und Tina etwas ganz besonders Fluffiges aus gezuckertem Eischnee in der Hexenküche zusammengebraut: Knochen aus Baiser (von französisch baiser = Kuss), auch bekannt als Meringe. Ein Rezept mit todsicherer Zuckerschockgarantie! Auch die anderen Beiträge von Bloggern mit ganz besonders viel Herzblut können von Grusel-Make-up über selbstgemachter Dekoration bis zu leckerer Kürbissuppe überzeugen.

Eischnee
4 Eier Größe M
1 Limette
Salz
140 g Puderzucker
Etwas flüssigere Erdbeer-/ Kirschmarmelade oder selbstgemachte Kirschsoße

Kirschsoße
130 g Sauerkirschen
50 g Puderzucker
120 ml Kirschsaft aus dem Glas
½ TL Limettensaft
1 EL Speisestärke

Außerdem
Rührschüssel
Messer
Spritzbeutel mit mittelgroßer Rundtülle
Handrührgerät mit Schneebesen
Teelöffel, Esslöffel
Abtropfsieb
Gusseiserne Bratpfanne

Zubereitung

Zunächst ist es wichtig, dass alle Arbeitsgegenstände fürchterlich fettfrei sind, sonst wird der Eischnee nicht fluffig! Dafür die Limette mit dem „Hackebeil“ blutrünstig halbieren und mit der Fruchthälfte grausam gründlich über die Arbeitsgeräte reiben, dann spülen und trocknen. Anschließend zwei Bleche mit Leichensack-Backpapier auslegen und bereitstellen (Muharharhar!).Bild Baiserknochen Eischnee

Nun werden die zimmerwarmen Eier sauber geköpft und getrennt (kein Eigelb darf in das Eiweiß entkommen!), das Eiweiß dann in einer Schüssel mit ½ TL Limettensaft und einer Messerspitze Salz mit dem Schneebesen des Handrührgeräts verrühren. Dabei mit niedriger Geschwindigkeit beginnen und langsam hochschalten, währenddessen nach und nach immer zwei Esslöffel Totenasche (wer die nicht hat, alternativ Puderzucker verwenden) einrieseln lassen und weiterrühren. Der Eischnee ist fertig, wenn sich beim herausziehen des Rührgeräts gefährliche Spitzen formen lassen. Dann kann der Schnee in den Spritzbeutel gelöffelt werden.

Den Backofen auf nur 80° Umluft vorheizen und mit den Knochen beginnen: Hierfür mit der Spritztülle 10-20 cm lange Stücke mit etwas Abstand auf das Bachblech spritzen: mit dem Gelenkende anfangen – als würde man ein Herz formen – dann die Gerade (nicht zu dünn) und zuletzt wieder ein Gelenk spritzen. Wenn etwas danebengeht, ist das kein Problem: Mit einem spitzen Holzstäbchen einfach zurecht formen. So kann man auch wunderbar Schraffuren in die Knochen „ritzen“, um sie echter wirken zu lassen. (Die reinste Gourmet-Folter – eine Streckbank ist nichts dagegen!) Sind die beiden Bleche voll, wandern sie für 60 Minuten auf den mittleren Schienen in den heißen Höllenofen, ist die Backzeit vorüber, wird der Ofen ausgeschaltet und die Knochen müssen weitere 60 Minuten im abkühlenden geschlossenen düsteren Backofen ausharren und abkühlen. Je kälter sie werden, desto fester bzw. bruchsicherer werden sie auch.

Bild 2 Baiserknochen

Bild Baiserknochen Kirschsoße

Während die Knochen auskühlen, kann die Kirschsoße hergestellt werden. Die blutigen Kirschen hierfür abtropfen lassen und in einer Schüssel zermetzeln. In einer mittelgroßen, am besten gusseisernen (man weiß ja schließlich nie für wen man sie noch braucht…), Bratpfanne werden die Kirschen dann mit Puderzucker, Wasser, Limettensaft und Stärke gemischt. Bei mittlerer Hitze erwärmen, dann unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und wieder etwas herunterschalten. So köchelt das Gebräu in der Hexenküche bis sie soweit eingedickt ist, dass sie noch vom Löffel läuft. Nachdem die Kirschsoße abgekühlt ist, können die Knochen damit als Blut garniert werden. Wer möchte, kann das Blut durch ein Sieb streichen um Stücke zu entfernen, ich dagegen bevorzuge blutiges Fruchtfleisch auf dem Buffet!

Süß und kreativ geht es dann morgen bei den anderen Bloggern weiter!

(Klick auf die Bilder bringt Euch zu den Beiträgen 😉 )

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20 Kommentare zu “Fürchterlich fluffige Baiserknochen

  1. Pingback: Fürchterlich fluffige Baiserknochen | Nekos Geschichtenkörbchen

    • Das ist doch mal eine gute Verwendungsmöglichkeit 😀 Und einen Zuckerschock kann man das ganze Jahr über brauchen – dann vielleicht aber keine Knochen, sondern Herzen draus machen ^^
      Danke, ich wünsche dir auch happy Halloween!! 😀

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  2. Pingback: Fledermaus-Tortilla-Knusperkekse | Nachtbacken

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