Rosenrots roter Samt

Bild Rosenrot

Es war einmal…

„Schneeweißchen war stiller und sanfter als Rosenrot. Rosenrot sprang lieber in den Wiesen und Feldern umher, suchte Blumen und fing Sommervögel; Schneeweißchen aber saß daheim bei der Mutter, half ihr im Hauswesen oder las ihr vor, wenn nichts zu tun war. Die beiden Kinder hatten einander so lieb, daß sie sich immer an den Händen faßten, sooft sie zusammen ausgingen; und wenn Schneeweißchen sagte: »Wir wollen uns nicht verlassen«, so antwortete Rosenrot: »Solange wir leben, nicht«…“

Diese zuckersüßen Cupcakes sind auch bekannt unter den Namen „Roter Samt“ oder „Red Velvet“ und kommen ursprünglich aus Amerika. Die charakteristische rötliche Farbe erhält der Teig durch eine chemische Reaktion beim Backen. Lockerleichter klassisch rötlicher Schokoteig, bedeckt mit einem cremigen Vanille Frischkäse Frosting. Verziert sind die rosenroten Cupcakes mit roter Magie und selbstgemachten Fondantrosen. Das einfache Rezept mit Blütenanleitung lohnt sich nach(t)zubacken! Entstanden sind die zuckerschockverdächtigen Backwerke als Pendant zu meinen Schneeweißchen Marshmallowcupcakes im Rahmen des Märchenevents und zum internationalen Vorlesetag. Lest mehr dazu in meinen Nachtgedanken.

Teig
55 g Butter
175 g Zucker
1 Ei Größe M
1 Prise Salz
1 1/4 TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL gemahlene Bourbon Vanille
2 EL Backkakaopulver
140 g Mehl
1 TL Apfelessig oder anderer weißer Essig
rote Lebensmittelfarbe
¼ Fläschchen Vanillebackaroma
110 ml Buttermilch

Topping
300 g Frischkäse
55 g Butter
350 g Puderzucker
½ TL gemahlene Bourbon Vanille
ein paar Tropfen Vanillebackaroma

Dekoration
rote Cupcakepapierförmchen
roter essbarer Glitzer
ca. 160 g roter Rollfondant

Zubereitung

Zunächst sollte das Topping vorbereitet werden. Hierfür Frischkäse, Butter, Puderzucker und gemahlene Vanille mit dem Handrührgerät aufschlagen und das Vanillearoma hinzufügen. Die Creme so lange rühren, bis eine puddingähnliche homogene Masse entstanden ist. Diese dann in einen Luftdichten Behälter geben und mindestens eine Stunde kalt stellen.
Bild FrostingNun kann der Teig zubereitet werden. Butter in Flöckchen in eine Schüssel geben und den Zucker mit einem Handrührgerät so lange unterrühren, bis sich alles gut vermengt hat, dann das gequirlte Ei hinzugeben. Salz, Backpulver, Natron, gemahlene Vanille, Kakaopulver und Mehl gesondert mischen. (Hierbei am besten das Mehl sieben, damit der Teig später lockerer ist.) Den Backofen auf 165° Umluft vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Nun die übrigen flüssigen Zutaten in einer weiteren Schüssel mischen, also Essig, Lebensmittelfarbe nach Belieben, Vanillearoma und Buttermilch. Zuletzt alles im Wechsel unter die Buttermischung rühren.
Den fertigen Teig in die Muffinblechmulden verteilen, bevor die Cupcakes 15-20 Minuten auf mittlerer Schiene gebacken werden. Nach der Backzeit zunächst einige Minuten abkühlen lassen, bevor sie herausgenommen werden können.
Bild Teig Roter SamtWährenddessen können die Fondantrosen gezaubert werden:
Je nach Größe ein bis zwei Gefrierbeutel an einer Seite und dem Boden aufschneiden, damit man eine große Fläche bzw. Folie erhält. Fondant weich kneten und zu einer langen Schlange mit ca. 1 cm Durchmesser ausrollen. Mit einem scharfen Messer mit glatter Schneide in 1 cm große Stücke schneiden. Diese werden dann zu Kugeln geformt. Für eine Blüte benötigt man 5 Kugeln. Diese werden dann mit etwas Abstand auf der Folie platziert. Die zweite Folie darüber legen und die Kugeln mit der Handfläche platt drücken. Mit dem Daumen wird nun eine Seite halbmondförmig flacher gedrückt als die andere, damit das fertige Blütenblatt an den Spitzen möglichst grazil aussieht.
Bild Fondantrosen
Zwei der Fondantstücke zu einem Kegel formen und auf einen dünnen Holzspieß stecken, das erleichtert das Arbeiten. Der Kegel wird quasi der „Fruchtknoten“ bzw. der Grundstein der Rosenblüte. Dann ein Blatt mit dem dickeren Ende nach unten um den Kegel legen. Dabei muss eine Seite daran haften und die andere lose bleiben, damit das nächste Blatt darunter geschoben werden kann. Beide Blätter nun etwas andrücken. Das dritte Blatt wird auf einer Falte angelegt und das vierte Blatt unter das lose Ende des dritten geschoben. Das letzte Blatt wird wiederum unter dem vierten Blatt angelegt und angedrückt. Zuletzt den unteren Teil der entstandenen Blüte sanft und langsam rollen, damit alle Blüten haften. Das nun länger gewordene untere Ende der Blume abschneiden und fertig ist die Rose. Dann kann man die Blätter noch ein wenig modellieren, denn kleine gezupfte Spitzen und winzige Unregelmäßigkeiten verleihen der Rose ein realistischeres Aussehen.
Bild Fondantrose

Für das Topping die Creme aus dem Kühlschrank nehmen und in einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle füllen. Mit dieser dann kleine Hauben auf die vollständig abgekühlten Cupcakes  spritzen. Diese werden anschließend mit rotem Glitzer verziert und durch eine rote Fondantrose märchenhaft gekrönt.

Am besten schmeckt der rosenrote Samt natürlich in Kombination mit aromatischem Rosentee, vielleicht gesüßt mit ein wenig braunem Kandiszucker?

„Schneeweißchen ward mit ihm vermählt und Rosenrot mit seinem Bruder, und sie teilten die großen Schätze miteinander, die der Zwerg in seiner Höhle zusammengetragen hatte. Die alte Mutter lebte noch lange Jahre ruhig und glücklich bei ihren Kindern. Die zwei Rosenbäumchen aber nahm sie mit, und sie standen vor ihrem Fenster und trugen jedes Jahr die schönsten Rosen, weiß und rot.“

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12 Kommentare zu “Rosenrots roter Samt

  1. Habe selber einen persönlich von der Nachtbäckerin erhalten (serviert mit köstlichem Tee :3) – und ich kann dazu nur sagen: deliziös *-* Ich war absolut hingerissen von dem Cupcake – das Frosting, war richtig schön vanillig, der Teig zart-schokoladig und alles in allem war das Geschmackserlebnis stimmig vollendet 🙂 Außerdem ist das Ergebnis nicht nur auf dem Foto so toll, sondern auch in natura. Sehr lohnenswert, das Rezept also nachzubacken, da es sehr hübsch anzuschauen ist (und wie ich schon oben beschrieben habe, ebenso fantastisch zu verspeisen ist ;3) ^.^

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  5. Da mein kleines Töchterlein grad p a u s e n l o s Dornröschen ist werd ich „Ihrer Hoheit“ bei nächster Gelegenheit ein Rosentörtchen servieren. Klasse und wenn’s so schmeckt wie’s aussieht – wird die kleine Prinzessin vor Freude hüpfen!!!!

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